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News zur Kinder- und Jugendhilfe

Kinderarmut - UNICEF und AWO/ISS berichten über die Kinderarmut in Deutschland

Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt – trotzdem wachsen hierzulande immer mehr Kinder unter 18 Jahren in relativer Armut auf. Dies bestätigen zwei aktuellen Untersuchungen, ein UNICEF Bericht (http://www.unicef.de/kinderarmut.html)
sowie eine Studie der AWO in Zusammenarbeit mit dem Institut Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) (http://www.iss-ffm.de/doku_projekte.htm)

„Die Kinderarmut hat sich in Westdeutschland seit 1989 mehr als verdoppelt.“ so das Ergebnis der UNICEF-Studie. Mehr als jedes zehnte Kind ist hierzulande arm - das sind 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche!

Armut hat negative Auswirkungen für die Entwicklung junger Menschen. „Armut ist zum Beispiel der ursächliche Grund für schlechte Bildung. Ohne materielle Sicherheit und kulturelles Kapital der Eltern sind die Bildungschancen der Kinder gering“, so ein Fazit der AWO/ISS Studie. 

Durch gezielte Maßnahmen kann jedoch der Negativentwicklung von Kinderarmut entgegengewirkt werden, z.B. durch armutsfeste Existenzsicherung von Kindern, den Verzicht auf frühe Selektion in verschiedene Schulzweige, eine Investition in Früherkennung und Verbesserung der Frühförderung sowie durch Stärkung der Versorgungs-, Erziehungs- und Unterstützungskompetenz von Eltern.